Vorwort
Das waldorfpädagogische Ideal, die Kinder ganz und gar lebenspraktisch auf die Herausforderungen ihrer Zeit vorzubereiten, macht es notwendig sie schrittweise und pädagogisch begleitet an die sinnvolle Nutzung der digitalen Medien heranzuführen. Medien und Kommunikationsmittel altersgerecht einsetzen und die Informationen im Internet in den gesellschaftlichen Kontext einordnen: Das ist das Ziel unserer Schule im Bereich Medien.
Hierbei orientiert sich der Einsatz digitaler Medien an der Freien Waldorfschule Soest an der Broschüre „Medienpädagogik an Waldorfschulen“ welche der Bund der Freien Waldorfschulen in Zusammenarbeit mit dem von Tessin-Lehrstuhl für Medienpädagogik an der Freien Hochschule Stuttgart erarbeitet hat (Bezug über: Bund der Freien Waldorfschulen www.waldorfschule.de), sowie aktuellen Erkenntnissen der wissenschaftlichen Forschung.
Das Medienkonzept der Freien Waldorfschule Soest sieht nicht nur den gezielten Einsatz, sondern auch den bewussten Verzicht auf digitale Medien vor. So ist der Unterricht in der Unterstufe weitestgehend frei von digitalen Medien. Das eigene Erleben soll im Vordergrund stehen.
Es ist uns wichtig, es allen Lehrkräften so leicht wie möglich zu machen, neue oder neu aufbereitete Inhalte, Methoden und Medien in ihren Unterricht zu integrieren. Auch soll das Konzept so umgesetzt werden, dass unsere Lehrkräfte nicht das Gefühl bekommen, sich nun zwingend in kurzer Zeit zu Fachleuten im Bereich Medientechnik fortbilden zu müssen, denn die Bedienung von Hard- und Software ist nur ein kleiner Teil der Medienkompetenz. Viel wichtiger ist die Vermittlung eines kritisch-konstruktiven Umgangs mit Informationen, Daten und modernen Kommunikationsformen. Und diese Teilkompetenzen können auch ohne explizite technische Fachkenntnisse vermittelt werden.
Dieses Medienkonzept ist kein starres Gebilde. Es lebt dadurch, dass die Wünsche, Ideen, Erfahrungen und Vorschläge der Kolleg:innen aufgenommen werden und indem gezielte Fortbildungsangebote geschaffen werden, um die Medienkompetenz des Kollegiums zu erweitern. Die eigentliche Nutzung digitaler Medien im bzw. für den Unterricht erfolgt in einem Stufenkonzept.
Medienentwicklungsplan
Unsere allgemeinen Ziele für die Ausrichtung unseres Medienkonzeptes orientieren sich an den fünf Kompetenzbereichen des Medienpasses NRW.
Bedienen und Anwenden
Nach ihrer Ausbildung an der Freien Waldorfschule Soest verfügen die Schüler:innen über theoretische Kenntnisse und praktische Fähigkeiten im Umgang mit berufsspezifischer sowie allgemein gebräuchlicher Hard- und Software und können diese sicher anwenden.
Informieren und Recherchieren
Nach ihrer Ausbildung an der Freien Waldorfschule Soest kennen die Schüler:innen Verfahren für fundierte Recherchen, können die Qualität von Informationsquellen sicher beurteilen, relevante Informationen zielgerichtet auswählen, sinnvoll strukturieren und gezielt für ihre eigenen Zwecke verwenden. Dabei sind sie vertraut mit gängigen Zitierverfahren für die verwendeten Quellen.
Kommunizieren und Kooperieren
Nach ihrer Ausbildung an der Freien Waldorfschule Soest können die Schüler:innen Veränderungen und Wandel von Kommunikation kritisch reflektieren, sie kennen die Bedeutung des Schutzes persönlicher Daten und Informationen, rechtliche Verpflichtungen bei deren Veröffentlichung und gehen sensibel, kritisch und verantwortungsbewusst mit den Informationen und Daten Dritter um.
Produzieren und Präsentieren
Nach ihrer Ausbildung an der Freien Waldorfschule Soest können die Schüler:innen selbstständig Medienprodukte entwickeln und diese ansprechend und zielgruppenorientiert präsentieren. Dabei kennen Sie entsprechende Gestaltungskriterien sowie passende Techniken, können diese effektiv einsetzen und andere Präsentationen dahingehend kritisch-konstruktiv beurteilen.
Analysieren und Reflektieren
Nach ihrer Ausbildung an der Freien Waldorfschule Soest können die Schüler:innen die Wirkung von Darstellungen in Medien unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Aspekten analysieren, bewerten sowie vermittelte Rollen- und Wirklichkeitsvorstellungen kritisch beurteilen. Sie kennen und achten darüber hinaus die Urheberrechtsregeln.
Angestrebte Kompetenzen und Teilkompetenzen
Als Leitfaden für die pädagogisch-didaktische Orientierung des Medienkonzeptes dienen die auf unsere Bedingungen angepassten Teilkompetenzen aus dem Kompetenzraster des Medienpasses NRW. Sie konkretisieren somit gleichzeitig auch unsere Ziele und differenzieren diese aus.
Die Teilkompetenzen beschreiben konkrete Fähigkeiten und Fertigkeiten, welche die Schüler:innen im Laufe ihrer Ausbildung an der Freien Waldorfschule erwerben sollen, um eine umfassende Medienkompetenz zu erlangen. Sie werden im Folgenden vorgestellt:
Bedienen und Anwenden
Kompetenz 1: Die Schüler:innen bedienen und konfigurieren ein Betriebssystem (z. B. Installation von Software, Dateiverwaltung).
Kompetenz 2: Die Schüler:innen wenden grundlegende Funktionen von Office Programmen an (z.B. Textverarbeitungs-, Präsentationsprogramme).
Kompetenz 3: Die Schüler:innen wenden bildungsgangspezifische Software sicher an (z. B: Bildbearbeitungsprogramme).
Informieren und Recherchieren
Kompetenz 4: Die Schüler:innen kennen verschiedene Informationsquellen und führen fundierte Recherchen durch.
Kompetenz 5: Die Schüler:innen sind mit Zitierweisen und Quellenangaben von Texten vertraut.
Kompetenz 6: Die Schüler:innen vergleichen und analysieren Inhalt, Struktur, Darstellungsart und Zielrichtung von Informationsquellen.
Kompetenz 7: Die Schüler:innen filtern themenrelevante Informationen aus Medienangeboten, strukturieren sie und bereiten sie auf.
Kommunizieren und Kooperieren
Kompetenz 8: Die Schüler:innen beschreiben Veränderungen und Wandel von Kommunikation an ausgewählten Beispielen (z. B. Soziale Netzwerke, Blogs und Foren).
Kompetenz 9: Die Schüler:innen wenden Empfehlungen und Regeln zum Schutz der eigenen Daten an und können ihre Selbstdarstellung im Netz reflektieren.
Kompetenz 10: Die Schüler:innen achten die Persönlichkeitsrechte Dritter und verfügen über Handlungsstrategien bei Persönlichkeitsverletzungen.
Kompetenz 11: Die Schüler:innen und Schüler kennen rechtliche Verpflichtungen bei Veröffentlichungen (z. B. Impressumspflicht).
Kompetenz 12: Die Schüler:innen erkennen Kostenfallen im Internet, Spam- und Phishing-Mails.
Kompetenz 13: Die Schüler:innen analysieren und erkennen den Einfluss der Medien auf die Meinungsbildung in einer demokratischen Gesellschaft und erfahren, wie sie sich selber einbringen können.
Produzieren und Präsentieren
Kompetenz 14: Die Schüler:innen planen und dokumentieren die Erstellung eines Medienproduktes (z. B. Plakat, Bildschirmpräsentation, Audio-/Videobeitrag).
Kompetenz 15: Die Schüler:innen erstellen selbstständig ein Medienprodukt und setzen dabei unterschiedliche Gestaltungselemente (z. B. Farbe, Bilder, Grafik, Musik, Kameraeinstellung etc.) bewusst ein.
Kompetenz 16: Die Schüler:innen präsentieren ihre Ergebnisse zielgruppenorientiert und achten auf ihre Körpersprache und Stimme.
Kompetenz 17: Die Schüler:innen geben Mitschüler:innen kriteriengeleitete Rückmeldungen zum Medienprodukt und zur Präsentation.
Analysieren und Reflektieren
Kompetenz 18: Die Schüler:innen analysieren und bewerten die Wirkung typischer Darstellungsmittel in Medien (z. B. im Film, in Computerspielen).
Kompetenz 19: Die Schüler:innen analysieren und bewerten durch Medien vermittelte Rollen- und Wirklichkeitsvorstellungen.
Kompetenz 20: Die Schüler:innen kennen Urheberrechtsregeln für Downloadangebote, Film- und Musikbörsen sowie Creative-Commons-Lizenzen.
Kompetenz 21: Die Schüler:innen können wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Bedeutung der Massenmedien beurteilen.
Mediennutzung in der Unterstufe
Klassen 1 bis 5
Für die ersten Schuljahre steht die Entwicklung der sensomotorischen Integration an erster Stelle, also die Verknüpfung vielfältiger Sinnes- und Bewegungserfahrungen miteinander, die entscheidend sind für die Entwicklung des Gehirns. Der Einsatz von digitalen Medien findet daher in dieser Phase an unserer Schule i. d. R. nicht statt. Bis einschließlich Klasse 5 wird eine indirekte Medienpädagogik umgesetzt, in dem die Schüler:innen Kompetenzen vermittelt werden, die sie später für eine sinnvolle Mediennutzung benötigen. Dies sind insbesondere die Stärkung der von Rudolf Steiner benannten unteren Sinne (Tastsinn, Lebenssinn, Bewegungssinn, Gleichgewicht) sowie Kreativität, Willensstärke, Urteilsvermögen und Sozialkompetenz.
„Der Verzicht auf elektronische Medien in diesem Alter bedeutet keine Verarmung, sondern einen Gewinn an Weltnähe und Welt(zu)gewandtheit. Es geht nicht um weniger, sondern um mehr Aktivität, nicht um eine Einschränkung, sondern um eine erweiterte, gesättigte Verbindung mit der Welt.“
[Kullak-Ublick in: „Struwwelpeter2.0“, Medienmündigkeit und Waldorfpädagogik. Broschüre des Bundes der Freien Waldorfschulen. Stuttgart 2014]
Auf den Elternabenden soll mit den Eltern der im privaten Bereich existierende Medienkonsum thematisiert werden und bei Bedarf Hilfsangebote und Alternativen aufgezeigt werden.
Klasse 6
Nach wie vor steht die Begegnung mit der realen Welt im Mittelpunkt der kindlichen Erfahrung. Sprache, Schrift und Buch bleiben die überwiegend eingesetzten analogen Arbeitsmedien.
Für Recherchearbeiten (Referate) und dem ersten spielerischen Umgang mit den digitalen Medien sollten die verantwortlichen Klassenlehrer:innen die Arbeit mit Tablets in den Unterrichtsalltag einführen.
Mindestens einmal in diesem Schuljahr werden die Schüler:innen von ihrer Klassenlehrerin/ihrem Klassenlehrer, den Medienverantwortlichen, den Medienscouts oder externen Spezialisten über die Risiken (Manipulation, Datenmissbrauch etc.) aufgeklärt.
Das Mediennutzungsverhalten der Eltern und das zuhause verfügbare Medienangebot spielt bei der Betrachtung der Mediennutzung der Kinder eine wichtige Rolle. Die permanente Verfügbarkeit verschiedenster Nutzungsoptionen von Bewegtbild, Spielen, Fotos, Kommunikation und Interaktion stellt Kinder bzw. deren Eltern vor eine große Herausforderung.
Information, Austausch und Gespräch zu ausgewählten Medienschwerpunkten bietet die Schule in einem einmal jährlich stattfindenden Vortrag oder Seminar für die Elternschaft an.
Mediennutzung in der Mittelstufe
Wir wollen den Schüler:innen der Mittelstufe über Medienepochen den verdichteten Einstieg in die Medienkompetenz erleichtern. Letztendlich muss aber der regelmäßige Einsatz digitaler Medien in den Unterrichten aller Fächer dazu beitragen, das Erlernte zu festigen und anzuwenden.
Klasse 7 und 8
Im Rahmen des Hauptunterrichtes finden in den Klassenstufen 7 und 8 jeweils dreiwöchige Medienepochen statt. Der Unterricht wird durch die Klassenlehrer:in, einer Person des Medienkreises oder durch eine externe Person übernommen.
Im Mittelpunkt des Unterrichts stehen zum einen das Bedienen eines Notebooks und die Anwendung verschiedener Programme, zum anderen aber auch das Verständnis des Begriffs Medien allgemein, die sinnvolle Nutzung der digitalen Medien und die damit verbundenen Gefahren und Risiken.
Lernziele der Medienepochen:
- Verschiedene Medien kennenlernen
- Umgang und Bedienung des Notebooks, der Maus und der Tastatur
- Wie funktioniert der Computer? Binärcode kennenlernen
- Zeichnen mit dem Programm Paint
- Einführung in das Textverarbeitungsprogramm Microsoft Office oder Open Office (Erstellen verschiedener Text-Dokumente)
- Dateien und Ordner in einem Betriebssystem sinnvoll anlegen und ordnen
- Wie funktioniert das Internet?
- Funktion und Finanzierung von Suchmaschinen
- QR-Codes
- Workshop zum Thema „Social Media“
- Urheberrechtsgrundlagen
- Copyright und Creative Commons
- Einführung in das Programm zur Erstellung von Präsentation
- Erarbeitung von Präsentationen und Vortrage dieser
- Erstellung von Plakaten
- Themenfeld Fake News
- Themenfeld (Cyber-)Mobbing
- Themenfeld Cyber-Grooming
- Themenfeld Künstliche Intelligenz
- Erste Schritte zur Tabellenkalkulation
Eine besondere Bedeutung kommt aber auch anderen Lehrkräften zu, die in diesen Klassen unterrichten. Das in den Medienpochen Erlernte muss in allen anderen Fächern seine Fortsetzung in der Anwendung finden. Bei Referaten oder der 8. Klassarbeit kann z. B. die praktische Anwendung eines Textverarbeitungsprogramms weiter geübt werden und auch Präsentationsprogramme finden erneut ihre Anwendung.
Im Rahmen von Projektwochen oder aber in Form von AGs sollen z. B. das Erlernen des 10-Finger-Schreibsystems, Robotic-Kurse, Erstellung eines Hörspiels, das Drehen von Stop-Motion-Videos o. ä. angeboten werden. Die Angebote können sowohl von internen Lehrkräften als auch durch Eltern durchgeführt werden.
Mediennutzung in der Oberstufe
In der Oberstufe liegt der Fokus auf der gezielten Anwendung von Medien in den dafür geeigneten Unterrichten. Die Lehrkräfte der Oberstufe sind angehalten die digitalen Medien sinnvoll in ihren Unterricht zu integrieren.
Im Mathematikunterricht werden das Rechnen und Visualisieren mit Tabellenkalkulationsprogrammen oder speziellen Taschenrechnern erlernt.
Der Informatikunterricht festigt anfangs die schon erworbenen Kompetenzen der Mediennutzung. Dabei enthält er auch eine Chance, heterogen verteilte grundlegende Fertigkeiten allenfalls zu ergänzen.
Ziel ist daraufhin ein tiefergehendes Verständnis von Daten, Abläufen, Systemen und Modellen, sowie Reflexion der Möglichkeiten und der Auswirkungen der Informationstechnologie.
Heutzutage werden Webseiten im Internet üblicherweise mit Hilfe der formalen Sprachen HTML, CSS und JavaScript gestaltet. Diese drei bilden deshalb ein wesentliches praktisches Übungsfeld im Informatikunterricht. Hinzu kommen die Übertragungsprotokolle HTTP und HTTPS, über die Grundlagen vermittelt werden sollen, zum Beispiel: Was ist ein Cookie? Wozu brauche ich ein Zertifikat?
Programmieren ist im Informatikunterricht unverzichtbar, um die Problemstellungen des Fachs zu erfassen, zu diskutieren, und zu adäquaten Schlussfolgerungen gelangen zu können; zugleich öffnet Programmieren einen neuen und weitgehend freien Gestaltungsraum für Kreativität und Erfahrungen der Selbstwirksamkeit. Dass abwechselnd allein, zu zweit und in kleinen Gruppen programmiert wird, entspricht der Arbeitswirklichkeit und stärkt die interpersonalen Kompetenzen.
Hinsichtlich der Medienkompetenzen, bietet das Fach Informatik das Rüstzeug, um Medien unter den Gesichtspunkten von Daten, Algorithmen und Informatiksystemen neu kennenzulernen und zu bewerten.
Mögliche Medienmodule in anderen Fachunterrichten der Oberstufe sind:
- Den Einfluss der sich durch die Digitalisierung ändernden Berufswelt auf unser Leben
- Den Einfluss von Medien auf unsere Wahrnehmung
- Gesellschaftliche Entwicklungen im Zusammenhang mit Digitalisierung
- Der Einfluss von Werbung
- Eine Online-Kampagne für ein Produkt
- Gewalt in Medien kritisch reflektieren
- Einen Kurzfilm drehen
- Einen Podcast erstellen
- Eine Online-Umfrage durchführen und auswerten
- Die Messungen bei einem physikalischen Experiment mit einer App durchführen
Vereinzelt ist für Schüler:innen, die zu Hause keine Möglichkeit der Nutzung eines Computers und Notebooks haben, die Möglichkeit der Ausleihe an der Schule gegeben. Diese Ausleihe bezieht sich ausschließlich auf Vorbereitungen (z. B. Referate), für die die betreffende Lehrkraft die Ausarbeitung an einem digitalen Medium vorgesehen hat.
Medienscouts
Um den Schüler:innen Ansprechpartner:innen für den alltäglichen Umgang mit den digitalen Medien zu geben, gibt es Medienscouts an der Schule. Die Wissensweitergabe an Jugendliche durch Jugendliche im Sinne eines informellen Informations- und Erfahrungsaustauschs unter Gleichaltrigen ist das Ziel (Peer Education). Im Jahr 2021 wurden die ersten vier Medienscouts und zwei Beratungskräfte durch die Landesanstalt für Medien NRW ausgebildet Diese Workshops dienten als „Impulsausbildung“, so dass fortlaufend weitere Medienscouts schulintern ausgebildet werden können.
Die Medienscouts treffen sich 1 x wöchentlich mit ihren Betreuungskräften.
Entwicklungsstand
Aktueller didaktischer Entwicklungsstand
Seit dem Schuljahr 2017/2018 werden die vorgenannten Ziele in den Medienepochen der Klassen 7 und 8 vermittelt. Seit dem Schuljahr 2022/2023 findet i. d. R. der Informatikunterricht in den Klassen 9 – 11 statt.
Für das Kollegium werden Fortbildungsmaßnahmen angeboten und auch den Eltern werden Vorträge offeriert.
Aktuelle Infrastruktur und technische Ausstattung
Die Netzwerkinfrastruktur ist fast komplett erschlossen, mit Ausnahme der Turnhalle. Alle anderen Gebäude sind bereits über ein Glasfasernetz miteinander verbunden und somit an das Internet angebunden.
Im Unterstufengebäude (Klassen 1 bis 6) ist der Musiksaal mit einem großen Bildschirm und einem Notebook ausgestattet. Hier finden neben dem Musikunterricht Veranstaltungen statt, für die diese Präsentationsmedien benötigt werden. WLAN steht im Unterstufengebäude für eine punktuelle Nutzung zur Verfügung. Im Lehrerzimmer gibt es einen Notebookarbeitsplatz. Die Klassen 5 und 6 sind mit einem Netzwerkanschluss ausgestattet.
Im Altbau (Klassen 7 bis 13) besteht in allen Räumen die Möglichkeit der Internetnutzung. Der Internetzugang erfolgt in einigen Räumen über LAN (z. B. Verwaltung, Konferenzzimmer) ist aber auch im gesamten Gebäude über WLAN-Accesspoints möglich.
Hinsichtlich der technischen Ausstattung stehen in jedem Klassenraum sowie im Kunstbereich ein Lehrernotebook und ein festinstallierter Decken-Beamer zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es ein weiteres Notebook und einen Beamer für den mobilen Einsatz.
Die Klassenräume im Altbau, sowie in den Fachbereichen Handarbeit, Naturwissenschaften und Gartenbau gibt fest montierte Leinwände.
Ergänzt wird die Ausstattung durch
- 8 Dokumentenkameras
- 8 Appel-TV
- 4 Bluetooth Lautsprecher
- 1 Mikrofon mit Stativ und Audiointerface
- 1 Systemkamera mit Richtmikrofon, Gimbal und Stativ
- 1 digitalen Camcorder
Ein PC-Lehrerarbeitsplatz befindet sich im Konferenzzimmer Altbau.
Für die persönliche Nutzung wurden sechzehn Notebooks an Lehrkräfte, im Rahmen einer Dauerausleihe, zur Verfügung gestellt.
Den aktiven Teilnehmern der Projektgruppe Medien wird ein Tablet zur persönlichen Nutzung überlassen.
Für den Unterrichtseinsatz stehen für die Schüler:innen folgende Geräte zur Verfügung:
- 60 Tablets im Altbau
- 10 Tablets im Klassenraum der Klasse 6
- 30 Tablet-Stifte
- 26 Notebooks im UG Altbau
- 30 Notebooks im OG Altbau
- 5 Sets Lego-Mindstorms
Ausstattungs- und Finanzierungskonzept
Bund und Länder haben in den letzten Jahren Milliarden für den Ausbau der Digitalisierung der Schulen zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des sogenannten DigitalPakt Schule NRW hat die Freie Waldorfschule Soest Zuschüsse in Höhe von 100.838 Euro erhalten. Weitere 10 % (11.204 Euro) sind vom Schulträger direkt aufgebracht worden. Ab 2026 wird der DigitalPakt 2.0 für den weiteren Ausbau der digitalen Infrastruktur zur Verfügung stehen.
Bei der Ausstattung unserer Räumlichkeiten mit digitaler Technik wollen wir dafür sorgen, dass es eine einheitliche Ausstattung gibt. Jede Lehrkraft soll sich in jedem Raum mit der vorhandenen Technik zurechtfinden. Dies gelingt nur, wenn die Ausstattung einheitlich ist.
Fortbildungskonzept
Fortbildungen für die Lehrkräfte sollen sowohl mit externen Fachleuten als auch intern mit Kolleg:innen stattfinden, die sich in ein bestimmtes Thema eingearbeitet haben.
Jeweils zu Beginn des Schuljahres soll eine verpflichtende Einführung in die Benutzung der vorhandenen Technik für neue Kolleg:innen sowie für die Klassenlehrer:innen der bis dato 6. Klasse stattfinden, die nun mit ihrer Klasse in den Altbau umziehen. Die Einführung erfolgt durch Personen der Schule, die mit der Technik vertraut sind.
Mindestens zwei Fortbildungsangebote sollen entweder zu allgemeinen Anwendungsmöglichkeiten von Tablets oder auch zu fachspezifischen Unterrichtseinsätzen angeboten werden. Die Fachlehrer:innen können ihre Bedarfe zu Beginn eines Schuljahres anmelden.
Wartungskonzept
First-Level-Support
Hilfestellungen für Kolleg:innen erfolgen intern durch den Digitalisierungsbeauftragten. Die Verwaltung der Ipads erfolgt mittels einer MDM-Lösung ebenfalls durch die Schule.
Netzwerkadministration
Aktueller Netzwerkadministrator:
Beckschulte Systemtechnik GmbH, Lippstadt
Aufgaben des Netzwerkadministrators:
- Wartung des Schulnetzwerkes
- Ausbau und Optimierung des Schulnetzwerkes
- Installation von Software
- Aktualisierung der Software und des Betriebssystems
- Fehlerbehebung bei Problemen mit den Notebooks
Medienverwaltung
Projektgruppe Medien
Aufgaben der Projektgruppe Medien:
- Planung und Durchführung von Fortbildungen
- Ausleihbare digitale Medien regelmäßig sortieren
- Ausleihbare digitale Medien etikettieren
- Ausleihlisten erstellen und kontrollieren
- Defektlisten erstellen und kontrollieren
- Defekte ggf. selbstständig beheben oder die externe Reparatur veranlassen
- Ersatzteile und Ersatz- und Nachbestellungen vornehmen
- Gebrauchsanweisungen für die Bedienung erstellen
- Beschaffung und regelmäßige (Software-)Aktualisierung der Tablets.
Aufspielen von neuen Apps. - Ansprechpartner für technische Fragen im Kollegium
- Verwaltung des Budgets für technische Anschaffungen
Aufgaben der Hausmeisterei:
- Überwachung der Ladekapazitäten der Notebooks und der Tablets. Mindestens einmal wöchentlich zur Ladung anschließen.
- Regelmäßige Kontrolle der Funktionsfähigkeit der fest installierten und mobilen Geräte.
- Fernbedienungen zuordnen und Batterien bei Bedarf ersetzen.
Evaluation
Zur Koordination und Organisation, zur Evaluation, Weiterentwicklung und Optimierung des Konzeptes und des Einsatzes von Medien an unserer Schule hat sich die Projektgruppe Medien 2017 gegründet. Sie plant weitere Entwicklungsschritte, informiert das Kollegium, hilft bei der Durchführung und wertet durchgeführte Maßnahmen aus.
Soest, 2025
Stephanie Veile