Das heutige Altbauforum wurde von der 10. Klasse vorbereitet und souverän moderiert. Im Mittelpunkt standen aktuelle geopolitische Fragen rund um die von Donald Trump geäußerten Übernahmepläne Grönlands. Aus unterschiedlichen Perspektiven wurde diskutiert, wie es überhaupt möglich erscheint, ein Land „kaufen“ zu wollen und damit ein Volk wie eine Ware zu behandeln.

Zentrale Fragen betrafen die Stärke der NATO und ihre mögliche Schutzfunktion für Grönland, ebenso wie das Interesse der Europäischen Union an der Insel. Auch die Rolle Grönlands als strategischer Stützpunkt sowie die Bedeutung fossiler Ressourcen wurden kritisch beleuchtet. Die Teilnehmenden setzten sich intensiv mit den möglichen globalen und geopolitischen Folgen einer solchen Machtverschiebung auseinander.

Neben sachlichen Analysen kamen auch Sorgen zur Sprache: Mehrfach wurden Ängste vor einer Eskalation bis hin zu einem dritten Weltkrieg geäußert. Darüber hinaus diskutierten die beteiligten Klassen die Frage nach einer stärkeren Emanzipation der Europäischen Union von den USA und der möglichen Loslösung von wirtschaftlichen Abhängigkeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem politischen Sprachgebrauch. Trumps Rhetorik im Hinblick auf Autonomie, Respekt und den Umgang mit Völkern und Ethnien wurde kritisch hinterfragt und mit dem Sprachgebrauch politischer Parteien in Deutschland verglichen.

Das Forum zeichnete sich durch eine engagierte, respektvolle und tiefgehende Diskussion aus und zeigte eindrucksvoll, wie differenziert und verantwortungsbewusst sich die Schülerinnen und Schüler mit komplexen weltpolitischen Fragestellungen auseinandersetzen.