Berufsorientierung

Der heutige und morgige Vormittag stehen für die 10. Klasse ganz im Zeichen der Berufsorientierung. Frau Rabe, Berufsberaterin von der Agentur für Arbeit Soest, führte mit den Schülerinnen und Schülern erste Gespräche über mögliche schulische und berufliche Wege. Parallel dazu erstellten die Jugendlichen ihren Lebenslauf und verfassten Bewerbungen für ihren Praktikumsplatz im zweiten Halbjahr.

„Für sich selbst zu werben“ – das will gelernt sein. Diese Übung stärkt das Selbstbewusstsein und gibt Sicherheit für den weiteren Weg in die berufliche Zukunft.

„Simpel“ – Freundschaft, Verantwortung und das Erwachsenwerden

In der diesjährigen Deutsch-Epoche hat sich die 10. Klasse intensiv mit dem Jugendroman Simpel von Marie-Aude Murail auseinandergesetzt. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich dabei mit zentralen Themen wie Freundschaft, Sozialisation, dem Umgang mit Beeinträchtigungen sowie dem Erwachsenwerden.

Der Roman Simpel erschien 2004 im Fischer-Verlag und stammt von der französischen Autorin Marie-Aude Murail, einer studierten Philosophin aus einer Schriftstellerfamilie. In Frankreich zählt sie zu den bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautorinnen der Gegenwart.

Die Geschichte erzählt vom 17-jährigen Colbert und seinem geistig behinderten Bruder Barnabé, genannt Simpel. Nach dem Tod der Mutter versucht Colbert, das Versprechen einzulösen, sich um seinen Bruder zu kümmern. Als der Vater Simpel in eine Anstalt einweist, entscheidet Colbert, ihn zu sich zu holen – und beide stellen sich gemeinsam den Herausforderungen eines ungewöhnlichen Alltags in einer Studenten-WG.

Didaktisch und methodisch wurde die Epoche vielfältig gestaltet: Die Jugendlichen erarbeiteten Charakterisierungen, untersuchten Personenkonstellationen, analysierten einzelne Geschehnisse und vertieften ihr Textverständnis durch das Verfassen innerer Monologe und eigener Dialogszenen.

Zum Abschluss rundete die Klasse die Einheit mit der Verfilmung des Romans ab – ein schöner Schlusspunkt, der viele Figuren und Szenen noch einmal lebendig werden ließ.