Wenn Hoffnung greifbar wird

Udo Engelhardt zeigt Vision einer nachhaltigen Zukunft

„Endlich!“ - Als der Vortrag „Ökologisch, nachhaltig, unter Wasser: Was das Meer uns lehrt“ schon längst zu Ende ist, fällt immer wieder dieses eine Wort. Vielen der Besucher im prall gefüllten Saal der Waldorfschule ist ganz offensichtlich ein Stein vom Herzen gefallen. Denn die Reihe „Inspiration Zukunft“ hat an diesem Abend genau das geleistet, wofür die angetreten ist: einen konkreten Zukunfts-Raum zu öffnen. Eine Vision zu öffnen, die zukünftiges Leben möglich erscheinen lässt.

Dr. Udo Engelhardt als Referent des Abends hat zwar zunächst – wie schon so oft zuvor - die ganze Dramatik eines aus den Fugen geratenen Klima-Systems gezeigt. Doch anschließend skizziert er eine Zukunft, in der nach Vorbildern aus dem Meer ein nachhaltiges Leben ohne Klimakatastrophe möglich sein könnte. Mit wunderbaren Bildern intakter Riffe bringt Engelhardt die Besucher zum Träumen: von einer Welt, in der eine gelebte Vielfalt zu ökologischer Stabilität führt; in der sporadische Störungen unkompliziert kompensiert werden; in der es eine große Verlässlichkeit gibt; und in der angesichts dieser drei Faktoren eine große Widerstandsfähigkeit herrscht.

Keine Gefahr: Die Raubfische haben feste Jagd-Zeiten. Deshalb bleibt Udo Engelhardt sehr entspannt.
Keine Gefahr: Die Raubfische haben feste Jagd-Zeiten. Deshalb bleibt Udo Engelhardt sehr entspannt. (Foto: Frank Osinski)

Könnte diese hohe Widerstandsfähigkeit auch über Wasser funktionieren? Und welche Faktoren hindern uns daran, unseren Lebensstil so umzustellen, dass wir den Planeten guten Gewissens an die nächsten Generationen übergeben können? Diese Fragen stehen im Zentrum einer Diskussion, die sich um die richtige Wortwahl ebenso rankt wie um möglichst effiziente Maßnahmen, die möglichst schnell möglichst viel CO2 einsparen.

Gefüllt bis auf den letzten Platz: „Inspiration Zukunft“ eröffnete echte Zukunftsräume.
Gefüllt bis auf den letzten Platz: „Inspiration Zukunft“ eröffnete echte Zukunftsräume. (Foto: Frank Osinski)

Kein Zweifel: In diesem Saal ist sie greifbar, jene Widerstandsfähigkeit, die intakte Ökosysteme ausmacht. Fehlt nur noch der Sprung von hier auf die Stadt, aufs Land, auf den Planeten. Die Hoffnung jedenfalls ist greifbar an diesem Abend. Endlich.

Ein „Happy Birthday“ aus 180 Kehlen: Die Soester „Fridays for future“-Aktivisten ließen sich von Jürgen Vogt (rechs) und den Besuchern feiern.
Ein „Happy Birthday“ aus 180 Kehlen: Die Soester „Fridays for future“-Aktivisten ließen sich von Jürgen Vogt (rechs) und den Besuchern feiern. (Foto: Frank Osinski)

Kein Zweifel: In diesem Saal ist sie greifbar, jene Widerstandsfähigkeit, die intakte Ökosysteme ausmacht. Fehlt nur noch der Sprung von hier auf die Stadt, aufs Land, auf den Planeten. Die Hoffnung jedenfalls ist greifbar an diesem Abend. Endlich.

Zurück