tl_files/Bilder von Aktionen und Veranstaltungen/2017/171202_adventsbasar2017/DSC05636_b.jpgEin Basar wie ein Seil

Wie aus vielen Fäden ein harmonisches Ganzes wird

Wenn eine Veranstaltung gelingen soll, dann müssen alle an einem Strang ziehen. Dabei kommt es nicht nur auf die richtigen Verwicklungen innerhalb dieses Stranges an; es geht auch darum, dass die einzelnen Fäden sich zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen. Wer verstehen will, warum der Adventsbasar an der Soester Waldorfschule auch in diesem Jahr hohen Ansprüchen genügte, musste am Samstag nur den Weg in die Seilerei suchen.

Da spannte Nalan Schmitz-Taptik zuerst die Fäden in eine Spule: Einige feste für die gute Grundstruktur, einige bunte für die gute Außenwirkung. Das dauerte, weil alles in Handarbeit gemacht wird. Zeit also, um über die festen Fäden des Basars nachzusinnen. Klar: Feste Fäden sind die lieb gewonnenen Traditionen wie der Kinder-Basar, bei dem drei goldene Nüsse gegen kleine Geschenke getauscht werden; oder das Marionettenspiel, das in diesem Jahr mit tl_files/Bilder von Aktionen und Veranstaltungen/2017/171202_adventsbasar2017/DSC05712_b.jpg„Brüderchen und Schwesterchen“ verzauberte; feste Fäden, das sind auch die Unentwegten, die hinter den Kulissen spülen und räumen oder in der Kälte die Parkplätze organisieren; und zum festen Fadenwerk gehören der Apfelstand, an dem es Punsch oder mit Schokolade überzogene Äpfel gibt; und die fast endlosen Angebote aus Filz, Holz und Papier, die Feen oder Sterne sichtbar machen, Gedanken lesbar oder Kreisel drehbar; auch ein fester Faden: Adventskränze und sämtliches Zubehör für die nahende Weihnachtszeit; nicht zu vergessen die duftenden Waffeln und endlosen Kekse - oder das Buffet im Saal.

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Einige bunte Elemente gehörten auch zur Seilerei. Oskar (7) etwa entschied sich für orangene Zugaben, „weil das dann schön aussieht“. Jetzt wird an einer Stahlkurbel gedreht. Lange gedreht. Was also ist das Bunte beim Basar? Eindeutig lebendig und reich an Motiven ging es beim Tätowieren mit Henna zu; oder in der fünften Klasse, wo selbstgemachte Spiele eifrig probiert werden durften; auch die feinsten Fäden wie hüpfende Papierschlangen oder schwimmende Nussschalen-Kerzen gehörten diesmal als bunte Farbtupferl zum Adventsbasar.
Und natürlich die Seilerei selbst: Die feierte eine erfolgreiche Premiere. Nicht nur, aber auch weil die Besucher beim Handkurbeln erlebten, wie komplex so ein Seil eigentlich ist; und wie haltbar und ansehnlich, wenn die richtigen Fäden sich zu einem harmonischen Ganzen fügen. Das meinte im Übrigen auch Caspar (10), der sein Seil lässig mit den Worten präsentierte: „Eigentlich ist das ganz einfach zu machen“.

Text: Jürgen Vogt
Fotos: Michael Osterhaus

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